Montag, 11. Februar 2013

Rezension ~ "Selection" von Kiera Cass

Titel: Selection
Autorin: Kiera Cass
Verlag: Sauerländer
Genre: Distopie
dt. Erstveröffentlichung: Februar 2013
Einband: gebunden
Seitenzahl: 366 Seiten
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-411-81125-0












Fünfunddreißig Mädchen
Eine Krone
Die Chance ihres Lebens


Die Chance ihres Lebens? Fünfunddreißig perfekte Mädchen - und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das ihre Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis?
Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?


Eigentlich habe ich mich sofort in das Cover verliebt. Dieses Kleid ist atemberaubend und welches Mädchen würde solch ein Kleid nicht tragen wollen? Ich war auch von Anfang an mit dem Mädchen auf dem Cover zufrieden und nun da ich das Buch ausgelesen habe, um so mehr. Für mich passt sie perfekt in die Rolle der America Singer.
Trotzdem wollte ich das Buch zunächst gar nicht lesen. 
Fünfunddreißig Mädchen, die um die Gunst eines Kerls buhlen, den sie gar nicht kennen und das auch noch vor laufenden Kameras??? Klang mir zu sehr nach diesen scheußlichen Reality-Shows aus dem Fernseher. 
Meine Kollegin hat es dann zuerst gelesen und war völlig hin und weg. Nachdem ich mir drei Tage lang ihre Schwärmereien angehört hatte, war ich dann doch neugierig und habe begonnen zu lesen. Tja, was soll ich sagen. Ich war innerhalb eines Tages damit durch und ... ich liebe es!!!

America Singer ist in ihrer Art absolut herzerfrischend! Da sie eigentlich nicht an diesem Wettbewerb teilnehmen will, ist ihre Sicht auf die anderen Mädchen und auf Prinz Maxon herrlich ironisch, sodass ich mehr als einmal lachen musste. 
Ein weiterer Pluspunkt ist die dystopische Welt von Kiera Cass' Geschichte an sich. Zum einen die nachvollziehbare Entwicklung der USA zum monarchischen Staat Illeá, die mir persönlich super gefällt und im Buch auch noch clever dem Leser rübergebracht wird. 
Zum anderen ist da dass in Illeá herrschende Kastensystem. Dieses reicht von der ersten Kaste (die Königsfamilie und deren Angehörige) bis zur achten Kaste (Obdachlose). Dieses System führt neben vielen anderen Problemen auch dazu, dass America und ihre heimliche Liebe Aspen niemals heiraten können. Denn America ist eine Fünf, während Aspen eine Sechs ist. Eine Frau darf sich aber nicht unter ihrer eigenen Kaste verheiraten, sondern nur innerhalb der eigenen oder einer besseren Kaste.

Zwei Nachteile hat "Selection" dann doch. Erstens ist es viel zu schnell zu Ende und zweitens ist der Folgeband noch nicht in Sicht. Hilfe!!!

Trotz dieser wirklich gravierenden "Mängel" steht für mich fest, dass "Selection" mein Buch des Jahres 2013 werden könnte, wenn nichts besseres mehr auftaucht. 


Note: sehr gut



Montag, 4. Februar 2013

Rezension ~ "Die verlorenen Spuren" von Kate Morton

Titel: Die verlorenen Spuren
Originaltitel: The Secret Keeper
Autorin: Kate Morton
Verlag: Diana Verlag
Genre: Belletristik
dt. Erstveröffentlichung: Februar 2013
Einband: gebunden, mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 605 Seiten
Preis: 22.99 €
ISBN: 978-3-453-29100-3












Eine unheilvolle Lüge, eine verbotene Sehnsucht, ein geheimes Verbrechen


England, Greenacres Farm 1961: 
Während einer Familienfeier am Flussufer beobachtet die junge Laurel, wie ein Fremder das Grundstück betritt und ihre Mutter aufsucht. Kurz darauf ist der idyllische Frieden des Ortes jäh zerstört. Erst fünfzig Jahre später gesteht sich Laurel beim Anblick eines alten Fotos ein, dass sie damals Zeugin eines Verbrechens wurde. Doch was genau geschah an jenem lang zurückliegenden Sommertag?

Immer wenn eine neue Kate Morton erscheint, muss ich das Buch lesen. Ich mag es, wie sie die verschiedenen Perspektiven so miteinander verwebt, dass man als Leser zwar viele Vermutungen anstellt, meistens aber völlig falsch liegt. 
Der Handlungsaufbau ist so gut gestaltet, man will das Buch gar nicht aus der Hand legen. Und wenn man es doch mal muss (die Arbeit macht sich ja leider nicht von allein), zählt man die Minuten bis man wieder in die Geschichte eintauchen darf. 

Wer einmal eine Kate Morton gelesen hat, muss auch ihre anderen Bücher lesen. Sie hat zwar viele Nachahmer, aber für mich ist sie unerreichar. 


Note: sehr gut (1)

Sonntag, 27. Januar 2013

Eine Kissenhülle für meine Nichte

Heute war ich mal wieder fleißig!

Diese Kissenhülle (80 x 40cm) plane ich schon seit Wochen, aber dann hatte ich Schwierigkeiten an die Zutaten zu kommen. Doch jetzt endlich war es dann soweit.



Noch muss ich mir einen Verschluss überlegen (wahrscheinlich werde ich Kam Snaps verwenden).

Und bis auf die Ränder der Buchstaben bin ich sehr zufrieden.


Entweder kann meine Maschine das nicht oder ich nicht :D
Nein, vermutlich ist es reine Übungssache...




Samstag, 26. Januar 2013

Rezension ~ "Die verborgene Sprache der Blumen" von Vanessa Diffenbaugh

Titel: Die verborgene Sprache der Blumen
Originaltitel: The Language of Flowers
Autorin: Vanessa Diffenbaugh
Verlag: Knaur
Genre: Belletristik
dt. Erstveröffentlichung: 2011
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 441 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-426-50917-3














Victoria - stachelig wie eine Distel und zart wie eine Orchidee

Die elternlose 18-jährige Victoria hält jeden, der ihr nahekommen will, auf Abstand. Nur durch Blumen und deren Bedeutung kann sie ihre zarte und gefühlvolle Seele zeigen. Als kleines Mädchen hat sie diese Sprache erlernt, im glücklichsten Jahr ihres Lebens. Als sie nun einen jungen Mann kennenlernt, der ihre Sprache versteht, schwankt sie wieder zwischen Weglaufen und Bleiben ... 

Victoria liebt Blumen, doch sie selbst hat keine Wurzeln!
Als Säugling wurde sie ausgesetzt und nach einer endlosen Odyssee durch Kinderheime und Pflegefamilien, blieb ein zorniges und zutiefst misstrauisches Kind zurück. Dann kommt sie zu Elisabeth, die ihr verspricht: "Egal was du kaputt machst und wie schlimm du dich auch aufführen magst, du wirst mich nie dazu bringen dich wegzuschicken."
 
Vanessa Diffenbaugh's Geschichte über eine junge Frau, die in ihrem Leben kaum Zuwendung und Geborgenheit erfahren hat, hat mich auf eine seltsame Art berührt. Ganz oft habe ich wegen Victoria's Handlungsweise den Kopf schütteln müssen - einfach weil ich nicht begreifen konnte, dass jemand seine einzige Chance endlich glücklich zu werden auch noch mit Füßen tritt. 
Doch genauso ist Victoria und während man liest, versteht man nach und nach, dass sie aus ihrer Perspektive gar nicht anders handeln kann. Und dann fängt man an sie gern zu haben und hofft und bangt, dass das Glück auch an ihre Tür klopfen mag. 

Note: sehr gut (1)

Neue Stoffe

Heute konnte ich bei der Post meine neuste Stofflieferung abholen.
Es ist völlig verrückt, aber man fühlt sich wie ein kleines Kind an Weihnachten, kurz vor der Bescherrung.





Zum einen gab es einen Baumwollstoff, bei dem ich noch nicht weiß was ich daraus nähen werde:






Dann gab es einen tollen Babycord, aus dem ich eine Hose für meine Nichte nähen werde und evtl. eine Tasche wenn genügend übrig bleibt:




Und zu guter letzt habe ich mir einen festen Taschen-Stoff ausgesucht, aus dem ich mir eine Tasche nähen werde:




Euch allen ein schönes Wochenende und viel Kreativität :D

Montag, 21. Januar 2013

~Umbauarbeiten~






So, nachdem es hier doch ziemlich lange furchtbar still war, folge ich nun dem Rat einer sehr guten Freundin ( Danke, Francine :D ) und baue diesen Blog um.

Neben dem Lesen habe ich nämlich noch viele andere Hobby's und bevor ich später gefühlte fünfzig Blogs betreue, integriere ich eben all meine Interessen in einem Blog.

Worauf ihr euch dann gefasst machen müsst:

- weiterhin nätürlich möglichst viele Rezensionen
- Bilder von hübschen Dingen, die mir von der Nähmaschine gehüpft sind
- das ein oder andere Koch- und Backrezept
- dies und das aus meinem Leben

Ich hoffe natürlich, dass mir meine bisherigen Leser, die NUR wegen der Rezensionen Leser geworden sind, nicht davonlaufen. Ich verspreche, dass ihr auch weiterhin nicht zu kurz kommen werdet.
Davon abgesehen hoffe ich auf viele weitere Leser! :D

Wann ich fertig sein werde, weiß ich noch nicht. Aber ihr werdet es dann bald erfahren...



Rezension ~ "Das Geheimnis der Monduhr" von Amanda Brooke

Titel: Das Geheimnis der Monduhr
Originaltitel: Yesterday's Sun
Autorin: Amanda Brooke
Verlag: Goldmann
Genre: Belletristik
dt. Erstveröffentlichung: Januar 2013
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 350 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-442-47810-1









Inhaltsangabe

Die Bildhauerin Holly und ihr Mann Tom sind von London in das pittoreske Städtchen Fincross gezogen und machen sich mit Feuereifer daran, sich in ihrem neuen Heim, dem Torhaus eines ehemals herrschaftlichen Landsitzes, einzurichten. Doch als sie in dem verwilderten Garten eine seltsame Apparatur finden, ändert sich für Holly alles. Denn was sie anfangs für eine Sonnenuhr hält, folgt einem ganz anderem Gestirn: dem Mond. Die Monduhr ermöglicht Holly einen Blick in die Zukunft - und was sie sieht, stellt sie vor eine furchtbare Entscheidung: Holly wird schwanger werden und eine kleine Tochter zur Welt bringen, das Kind, dass Tom sich immer gewünscht hat. Doch der Preis ist hoch, denn die Monduhr fordert ein Leben für ein Leben...


Meine Meinung

In der Regel gebe ich nichts auf diese tollen Angaben "Für Leser von...", meistens passt es bei mir dann doch nicht. Auf diesem Buch klebte der Button "Für alle Leser von Audrey Niffenegger" und meine Kollegin drückte es mir gleich in die Hand, denn auf meiner Arbeit wissen alle, dass ich "Die Frau des Zeitreisenden" abgöttisch liebe. 
Ich habe ein Faible für tragische Liebesgeschichten, eigentlich für alle tragischen Geschichten. Und "Das Geheimnis der Monduhr" ist so eine Geschichte.
Holly (schöner Name, erinnert mich aber zu sehr an "P.S.: Ich liebe dich") und ihr Mann Tom sind fast am Ziel all ihrer Träume angelangt. Zu ihrem perfekten Glück fehlt eigentlich nur noch ein Kind. Doch Holly hat Angst eine schlechte Mutter zu sein, weil sie selbst keine gute Kindheit hatte. Mittels einer Monduhr in ihrem Garten kann sie einen Blick in die Zukunft werfen. Sie und Tom werden ein Baby haben, doch Holly wird bei der Geburt sterben. Hin und her gerissen zwischen der erwachenden Liebe zu einem Kind, dass noch gar nicht existiert und dem Wunsch am Leben zu bleiben, muss Holly eine grausame Entscheidung treffen.
Einen klitzekleinen Kritikpunkt gibt es dann doch und zwar die Auflösung des Ganzen. Hier will ich aber nicht näher darauf eingehen, denn ihr sollt die Geschichte ja selbst lesen.


Fazit

Diese Geschichte ist absolut spannend geschrieben und hat mich nicht mehr losgelassen (ich hab mir beim lesen am Strand sogar einen ziemlich heftigen Sonnenbrand geholt, weil ich nicht aufhören konnte). Alles beginnt so idyllisch und geht dann furchtbar schief. Genau so etwas mag ich beim Lesen sehr gerne.


Note: sehr gut (1-)