Autorin: Kiera Cass
Verlag: Sauerländer
Genre: Distopie
dt. Erstveröffentlichung: Februar 2013
Einband: gebunden
Seitenzahl: 366 Seiten
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-411-81125-0
Fünfunddreißig Mädchen
Eine Krone
Die Chance ihres Lebens
Die Chance ihres Lebens? Fünfunddreißig perfekte Mädchen - und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das ihre Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis?
Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
Eigentlich habe ich mich sofort in das Cover verliebt. Dieses Kleid ist atemberaubend und welches Mädchen würde solch ein Kleid nicht tragen wollen? Ich war auch von Anfang an mit dem Mädchen auf dem Cover zufrieden und nun da ich das Buch ausgelesen habe, um so mehr. Für mich passt sie perfekt in die Rolle der America Singer.
Trotzdem wollte ich das Buch zunächst gar nicht lesen.
Fünfunddreißig Mädchen, die um die Gunst eines Kerls buhlen, den sie gar nicht kennen und das auch noch vor laufenden Kameras??? Klang mir zu sehr nach diesen scheußlichen Reality-Shows aus dem Fernseher.
Meine Kollegin hat es dann zuerst gelesen und war völlig hin und weg. Nachdem ich mir drei Tage lang ihre Schwärmereien angehört hatte, war ich dann doch neugierig und habe begonnen zu lesen. Tja, was soll ich sagen. Ich war innerhalb eines Tages damit durch und ... ich liebe es!!!
America Singer ist in ihrer Art absolut herzerfrischend! Da sie eigentlich nicht an diesem Wettbewerb teilnehmen will, ist ihre Sicht auf die anderen Mädchen und auf Prinz Maxon herrlich ironisch, sodass ich mehr als einmal lachen musste.
Ein weiterer Pluspunkt ist die dystopische Welt von Kiera Cass' Geschichte an sich. Zum einen die nachvollziehbare Entwicklung der USA zum monarchischen Staat Illeá, die mir persönlich super gefällt und im Buch auch noch clever dem Leser rübergebracht wird.
Zum anderen ist da dass in Illeá herrschende Kastensystem. Dieses reicht von der ersten Kaste (die Königsfamilie und deren Angehörige) bis zur achten Kaste (Obdachlose). Dieses System führt neben vielen anderen Problemen auch dazu, dass America und ihre heimliche Liebe Aspen niemals heiraten können. Denn America ist eine Fünf, während Aspen eine Sechs ist. Eine Frau darf sich aber nicht unter ihrer eigenen Kaste verheiraten, sondern nur innerhalb der eigenen oder einer besseren Kaste.
Zwei Nachteile hat "Selection" dann doch. Erstens ist es viel zu schnell zu Ende und zweitens ist der Folgeband noch nicht in Sicht. Hilfe!!!
Trotz dieser wirklich gravierenden "Mängel" steht für mich fest, dass "Selection" mein Buch des Jahres 2013 werden könnte, wenn nichts besseres mehr auftaucht.
Note: sehr gut
