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Sonntag, 14. April 2013

Rezension ~ "Wo die Nacht beginnt" von Deborah Harkness

Titel: Wo die Nacht beginnt
Originaltitel: Shadow of Night
Autorin: Deborah Harkness
Verlag: blanvalet
Genre: High Fantasy
dt. Erstveröffentlichung: März 2013
Einband: gebunden, mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 790 Seiten
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-7645-0467-0














"Es ist soweit." 
Gemeinsam hoben wir die Füße und traten ein ins Ungewisse.

Ihre Liebe ist stärker als jede Regel, stärker als die Zeit und das Leben selbst. Doch als Diana und Matthew im elisabethanischen London ankommen, werden sie auf eine harte Probe gestellt. In einer Welt der Spione und der Täuschungen muss Diana einen Tutor finden, der sie in der fortgeschrittenen Hexenkunst unterweist, während Matthew unfreiwillig mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Und welche Rolle spielt der enge Kreis von Matthews Freunden, der einst die geheimnisvolle "Schule der Nacht" gründete?


Geht es euch auch so - wenn ihr vor eingen Monaten den ersten Band einer Reihe gelesen habt und nun den zweiten lesen wollt, dass ihr dann einen Augenblick braucht, um wieder in die Geschichte hineinzufinden? Ich hab dieses "Problemchen" ziemlich häufig, da ich (und ihr wohl auch) sehr viel lese. Und wenn zwischen dem ersten Band und seinem Nachfolger eineinhalb Jahre vergehen, dann liegen dort unendlich viele Bücher dazwischen.
Ich tat mich also ein wenig schwer in "Wo die Nacht beginnt" hineinzufinden. Es gab viele "Ach ja" und "Stimmt!" bis der gewohnte Lesefluss einsetzte. Dann aber, war ich nicht mehr zu halten und ich verlor mich hoffnungslos in Diana's und Matthew's Zeitreise. 
"Zeitreise?", mag jetzt der ein oder andere von euch denken. "Das sind doch diese furchtbar verklärten Geschichten, in denen nichts aber auch rein gar nichts historisch korrekt ist." STOPP! Halt! Nicht bei Deborah Harkness!
Die gute Frau ist nämlich Professorin für europäische Geschichte und weiß wovon sie schreibt. Natürlich bin ich nicht vom Fach und in dem Sinne könnte sie mir eins vom Pferd erzählen, aber wenn ich als Leser den Gestank aus den Gerbergassen riechen kann und mir das damalige Leben nicht als Idealvorstellung verkauft wird, bin ich zufrieden. 
Übrigens, habt keine Bedenken wegen des Professorentitels in Geschichte. Man fühlt sich keineswegs wie im Geschichtsunterricht, sondern einfach nur gut unterhalten. Allerdings bekommt man hier schon mehr geboten, als in anderen Vampir-/ Hexenromanen. Die Autorin lässt viele historische Persönlichkeiten auftreten und nimmt bezug auf tatsächlich stattgefundene Ereignisse. Geschichtliche Vorkenntnisse braucht man dafür trotzdem nicht.
Die beiden Charaktere Diana und Matthew sind wundervoll gezeichnet in ihren Eigenheiten, Gewohnheiten und Abneigungen. Jeder hat seine guten und schlechten  Seiten, eben Ecken und Kanten wie sie jeder von uns hat. Auch die Nebencharaktere besitzen Tiefe und bleiben im Gedächtnis, sodass man sie zu vermissen beginnt, wenn ihr Auftritt vorüber ist. 
Obwohl es sich hierbei augenscheinlich "nur" um einen Vampirroman handelt, hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl nach unzähligen Toast Hawai endlich ein Fünf-Sterne-Menü zu bekommen. 


Note: sehr gut (1) 



Montag, 7. Mai 2012

Rezension ~ "Boudica - Die Herrin der Kelten" von Manda Scott

Titel: Boudica - Herrin der Kelten
Originaltitel: Boudica - Dreaming the Eagle
Autorin: Manda Scott
Verlag: blanvalet
Genre: historischer Roman
dt. Erstveröffentlichung: 2003
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 754 Seiten
Preis: 8,95 €
ISBN: 978-3-442-36486-2









Inhaltsangabe

Sie war die Seherin der Kelten, die Hüterin Britanniens und die größte Widersacherin Roms. Als Boudica, die Siegreiche, ging die Keltenkriegerin Breaca in die Geschichtsbücher ein.

Britannien im Jahre 33 n. Chr.
Schon lange wird Breaca, die rothaarige Tochter des Kelten-Anführers von Stamm der Eceni, von einem Traum verfolgt, den sie nicht deuten kann: Ihr Volk wird von Adlern attackiert. Noch ahnt sie nicht, dass dies die Zeichen für die kommende Invasion Britanniens durch die Römer und ihre von einer Adlerstandarte angeführte IX. Legion ist. Im Kampf gegen die Eroberer wird Breaca zur gefeierten Kriegerin und Königin der Kelten - zu "Boudica - die Siegreiche".
Bereits bei ihrer ersten schicksalshaften Begegnung können sich Breaca und Caradoc, der zukünftige keltische Kriegsherr in Britannien, nicht leiden. Caradoc fehlt in Breacas Augen eindeutig der Respekt für die alten keltischen Traditionen. Aber ein Besuch ihrer Familie am Hof von Caradocs Vater ist unvermeidlich. Dort jedoch geschieht das Entsetzliche: Bei einem überraschenden Überfall der Römer wird ihr Halbbruder Bán entführt und als Sklave verschleppt. Für Bán gibt es nur einen Grund weiterzuleben: Rache an dem vermuteten Verräter Caradoc. 
Schnell steigt der Gefangene in den Rängen der römischen Kavallerie auf und wird schließlich Mitglied der römischen Eroberungstruppen in Britannien. Allerdings ahnt er nicht, dass seine Schwester Breaca angesichts der Übermacht der römischen Gegner längst ihre Differenzen mit Caradoc beendet hat. Eines Tages stehen sie sich dann gegenüber: Bán, der listig die Armeen Britanniens schwächt, und seine totgeglaubte Schwester Breaca, die in den Armen eines Verräters liegt. Es ist die Nacht vor der entscheidenden Schlacht bei Medway...

Montag, 30. Januar 2012

Rezension ~ "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt

Titel: Isenhart
Autor: Holger Karsten Schmidt
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Genre: historischer Krimi
dt. Erstveröffentlichung: September 2011
Einband: gebunden, mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 807 Seiten
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-462-04332-7










Inhaltsangabe


Anno Domini 1171


Isenhart wird tot geboren! Doch dann kommt ein Fremder vorbei und haucht ihm neues Leben ein. Nur wenige Minuten später wird er von Walther von Ascisberg erstickt, um wenige Augenblicke später aus Mitleid erneut ins Leben zurück geholt zu werden. 
So dramatisch beginnt das Leben Isenhart's, der fortan auf der Burg derer von Laurin bei einem Schmied aufwächst. 
In jungen Jahren verliebt er sich in die älteste Tochter des Herrn von Laurin. Als diese brutal ermordet und ihr Herz geraubt wird, schwört Isenhart ihren Mörder zu finden. 

Montag, 26. Dezember 2011

Rezension ~ "Die geheimen Memoiren der Jane Austen" von Syrie James

Titel: Die geheimen Memoiren der Jane Austen
Originaltitel: The Lost Memoirs of Jane Austen
Autorin: Syrie James
Verlag: Aufbau
Genre: Belletristik
dt. Erstveröffentlichung: August 2011
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 378 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-7466-2729-8










Inhaltsangabe

Die berühmte Schriftstellerin Jane Austen ist zu Beginn dieses Romans alles andere als berühmt. Ihr einziger Versuch ihr Manuskript Susan an den Mann zu bringen, scheiterte kläglich. Zwar wurde ihr das Manuskript für 10 Pfund abgekauft, doch der Verlag gab es nie in den Druck. So hat Jane Austen ihre Träume von der Karriere als Schriftstellerin längst begraben, als sie 1807 im Seebad Lyme Mr. Ashford begegnet und sich im "reifen" Alter von einunddreißig Jahren in ihn verliebt.
Doch schon bald stehen gesellschaftliche Konventionen dem Glück der beiden im Weg und zudem scheint Mr. Ashford ein Geheimnis zu verbergen. 

Samstag, 26. November 2011

Rezension ~ "Die Herrin von Mallaig" von Diane Lacombe

Titel: Die Herrin von Mallaig
Originaltitel: La Chatelaine de Mallaig
Autorin: Diane Lacombe
Verlag: Mira Taschenbuch
dt. Erstveröffentlichung: 2007
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 508 Seiten
Preis: 8,95 €
ISBN: 978-3-89941-577-3


Bewertung: 3 von 5 Punkten







Inhaltsangabe

Es ist keine Liebeshochzeit, weshalb die junge Gunelle Keith im Jahr 1424 in die schottischen Highlands reist, sondern eine rein politische Verbindung, die beiden Familien zu Gute kommt. Gunelle weiß nicht wovor sie sich mehr fürchten soll - vor der Einsamkeit der Highlands oder vor ihrem zukünfigen Gatten, der als grob, ungebildet und schamlos gilt. Kaum auf Mallaig, ihrem künfigen Heim, angekommen sieht sich die junge Frau mit einem sterbendem Schwiegervater, einer missgünstigen Schwägerin und einem gefühlskalten Gatten konfrontiert. Ihr einziger Lichtblick ist der junge Lord Tomas, ein Cousin ihres Gatten, der ihr zarte Gefühle entgegen bringt.


Cover

Schreit nach einem historischen Roman, ist aber vielmehr ein sogennanter "Nackenbeisser". Führt meiner Meinung nach ein bisschen in die Irre.


Charaktere

Die einzelnen Charaktere fand ich insgesamt schwach ausgearbeitet. Letzten Endes ist bei allen klar warum sie so oder so gehandelt haben, aber alles in allem bleiben die Charaktere flach.
Ich habe schon Bücher gelesen, in denen man weit weinger über eine Figur erfährt und doch konnte man sie ins Herz schließen. Hier habe ich über 500 Seiten mit Gunelle, ihrem Gatten und Lord Tomas verbracht und mein Blut geriet allenfalls dann in Wallung, wenn ich an die schönen Lesestunden dachte,  die ich durch dieses Buch verliere.


Fazit

Wenn ich nicht solche Mühen aufgewendet hätte, um an dieses Buch zu kommen (bei Mira gibt es das nicht mehr), weil ich es für die Mira-Challenge brauchte, hätte ich es irgendwann beiseite gelegt. 


Freitag, 22. Juli 2011

Rezension ~ "Roots" von Alex Haley



Titel: Wurzeln "Roots"
Originaltitel: Roots
Autor: Alex Haley (1921 - 1992)
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
dt. Erstveröffentlichung: 1979
Einband: katoniert
Seitenzahl: 718 Seiten
Preis: 9,95 €
ISBN: 978-3-596-22448-7


Bewertung: 4 von 5 Punkten





„Ich fühle, dass sie (die Toten) zuschauen und uns leiten. Und ich weiß, sie teilen meine Hoffnung, dass dieser Bericht über Menschen wie uns mithelfen mag, das Vermächtnis der Tatsache zu erleichtern, dass Geschichte sonst vorwiegend geschrieben wird von den Siegern.“ (Alex Haley)
„Er (Kunta) hockte sich neben die Tür und versuchte sich vorzustellen, was jetzt drinnen vorging. In Afrika hatte er nie Genaueres über den Geburtsvorgang erfahren, weil der dort als reine Frauensache gilt, aber er hatte gehört, man breite Tücher auf dem Boden, damit die Frau ihr Kind darauf kniend gebären könne, und danach setze man sie in eine Schüssel mit Wasser, um sie vom Blut zu reinigen; er fragte sich, ob dies alles wohl auch jetzt geschah.“


„Mein Name ist Kunta Kinte und hiermit klage ich euch toubobs an. Ich klage euch der vorsätzlichen Grausamkeit, der Ignoranz und des Missbrauchs an.
Allah lehrt uns, dass Sklaven ehemalige Feinde sind. Zu feige, um im Kampf den Tod zu suchen, werden sie zu Sklaven. Oder es sind Hungernde, die darum bitten, dass man sich ihrer annimmt und so den Status eines Sklaven erhalten. Und doch, ein jeder von ihnen hat Rechte. Der Herr muss seine Sklaven mit Nahrung und Obdach, einem Ehepartner und einem Stück Land versorgen, dessen Erträge dem Sklaven gehören, damit er sich eines Tages freikaufen kann. So ganz anders ist dies bei euch toubobs! Nie bin ich euer Feind gewesen. Niemals hat mein Volk die Waffen gegen euch erhoben. Auch bin ich nicht zu euch gekommen und habe um euren Schutz gebeten. Ihr hattet kein Recht mich zum Sklaven zu machen!